Oberflächentechnik

An die Oberflächenbeschaffenheit von Werkstücken und Bauteilen werden hinsichtlich ihrer technischen oder optischen Eigenschaften häufig hohe Qualitätsansprüche gestellt.
Deshalb werden Metalle, Holz, Glas, Steine oder Kunststoffe mit geeigneten Verfahren der Oberflächentechnik behandelt, die sie mit einer Schutzschicht überziehen oder ihre Stoffeigenschaften auf ein bestimmtes Anforderungsprofil hin optimieren:
• mechanischer Schutz (Verschleiß, Reibung)
• Barrierefunktion (Korrosionsbeständigkeit, Wärmeisolation)
• Grenzflächenwechselwirkung (Benetzbarkeit, Lackierbarkeit)
• elektrische Funktion (Leitfähigkeit, elektrische Isolation)
• optische Funktion (Reflexion, Absorption, Dekoration)


Gebräuchliche Techniken sind
• Galvanisieren (Tauchverfahren, Beizen, Brennen, Chromatieren, Phosphatieren u.a.)
• Lackieren (Tauch-, Sprüh-, Pulververfahren)
• thermische Härtung / Verzinkung
Aus der Natur ist mittlerweile bekannt, dass Oberflächen durch ihre spezielle Gestaltung einen Selbstschutz besitzen können. Um diesen so genannten Lotuseffekt in absehbarer Zeit ökonomisch und ökologisch effektiv auf Arbeitsmaterialien für industrielle Produktionsprozesse und Gegenstände des täglichen Gebrauchs übertragen zu können, werden in Deutschland verstärkt Forschungsvorhaben und Entwicklungsprojekte zu diesem Technikbereich durchgeführt. Im Baubereich werden beispielsweise bereits Dachziegel und Fassadenfarben verwendet, die sich selbst reinigen. Entwickelt wurden auch schon Beschichtungen, die superhydrophob sind. Damit behandelte Oberflächen sind zwar wasserabweisend, jedoch nicht selbstreinigend.
Zur Galvano- und Lackiertechnik sind in den Unterkategorien weitere Informationen verfügbar und Ergebnisse verschiedener Projekte abrufbar. Darüber hinaus sind die Reinigungsverfahren in einer eigenen Unterkategorie dargestellt, weil sie als Voraussetzung für eine optimale Oberflächenbehandlung anzusehen sind.


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Der Bereich Formgebung und Funktionswerkstoffe des Fraunhofer-Institutes für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM führt an den Standorten Bremen und Dresden Auftragsforschung für die Industrie auf folgenden Gebieten durch: Biomaterial-Technologie, Elektrische Systeme, Elektromobilität, Funktionsstrukturen, Gießereitechnologie, Leichtbauwerkstoffe, Materialographie und Analytik, Pulvertechnologie, Sinter- und Verbundwerkstoffe, Zellulare Werkstoffe. Übergeordnete Zielsetzungen hierbei sind die Minimierung des Material- und Energieeinsatzes sowie die Kosten-Nutzen-Optimierung des Produktionsprozesses.
Im Mittelpunkt des Institutsbereichs Klebtechnik und Oberflächen am Fraunhofer IFAM stehen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Klebtechnik sowie der Plasmatechnik und Lacktechnik mit dem Ziel, der Industrie anwendungsorientierte Systemlösungen zu liefern.
Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) in Braunschweig ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG). Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeiten liegen in den Bereichen: Oberflächentechnik, Beschichtungen, neue Schichtsysteme, Schichtcharakterisierung und Plasmatechnik.
Der Industrieverband Feuerverzinken und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, sind die die wirtschaftliche und technische Interessensvertretung der deutschen Feuerverzinkungsindustrie. Ein Arbeitsschwerpunkt des IFV ist das Thema Nachhaltigkeit bzw. Ressourcenschutz beim und durch das Feuerverzinken.
Der ZVO ist die Interessenvertretung der Galvanotechnik- und Oberflächentechnikbranche gegenüber Behörden und Politik. Zu seinen Mitgliedsverbänden gehören: der Bundesinnungsverband der Galvaniseure, Graveure und Metallbildner (BIV), die Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e. V. (DGO), der Fachverband Galvanisierte Kunststoffe e. V. (FGK), der Fachverband Industrieller Beschichter e.V. (FIB) und der Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. (FiT).
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