Abwassertechnik

Vorrang vor der Behandlung von Abwässern hat ihre Vermeidung. Die Minimierung des Frischwasserverbrauchs, das Recycling und die Mehrfachnutzung von Prozessabwasser sowie der Einsatz weniger problematischer Chemikalien und Verfahrensumstellungen gelten als wirkungsvollste Maßnahmen, um sowohl die Menge als auch die Belastung des anfallenden Abwassers aus Privathaushalten sowie Gewerbe- und Industriebetrieben zu reduzieren.
Zur Reinigung von kommunalen und industriellen Abwässern hat sich in Deutschland die Behandlung in Kläranlagen flächendeckend durchgesetzt. Gefährliche oder unerwünschte Inhaltsstoffe werden hier weitgehend entfernt. Mit dieser Maßnahme wird gewährleistet, dass in den Vorflutern, welche die behandelten Abwasserströme aufnehmen, gute Gewässerqualitäten erhalten bleiben.
Die konventionellen Verfahren zur Abwasserreinigung gliedern sich in:
• mechanische,
• chemische und
• biologische Verfahren.
Sie werden häufig miteinander kombiniert oder auch ergänzt durch chemisch/physikalische Verfahrenskomponenten.
Zunehmend an Bedeutung gewinnen Membranfiltrationsanlagen, denn nur mit ihnen gelingt es, für den Menschen gesundheitlich bedenkliche Abwasserkeime wie Viren, Bakterien und Parasiten zurückzuhalten. Die klassischen Abwasserbehandlungsverfahren werden diesem Hygieneanspruch nicht gerecht.




