Bioenergie

Eine alltägliche und wohl auch eine der ältesten Formen der Bioenergienutzung ist das Brennholz. Weitere Ausgangsstoffe zur Erzeugung von Bioenergie sind Stroh, Gülle, Mist, Tier- und Pflanzenabfälle und Ölpflanzen wie Raps und Hanf. Schnell wachsende Rohstoffe wie Ölpflanzen und Stroh eignen sich dabei für den sogenannten Energiepflanzenanbau. Mit Hilfe von Umwandlungstechnologien werden aus den Ausgangsstoffen verwertbare Energieträger oder Energieformen erzeugt.
Die Nutzung biogener Festbrennstoffe erfolgt inzwischen sicher und wirtschaftlich, sofern der Transport der Brennstoffe preiswert gelöst werden kann. Insbesondere die kostengünstige Versorgung von Nahwärmenetzen über Holzheizwerke ist Stand der Technik - sei es bei der Versorgung von Neubau-Wohngebieten oder bei kommunalen Gebäuden.
Ein technisch interessantes Verfahren besteht in der Biomasse- bzw. Holzvergasung. Das Brenngas kann Wärme liefern, die in Gas-Motoren oder Gas-Turbinen zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung oder für Transportzwecke genutzt wird. Bei der entsprechenden Aufbereitung kann das Gas in allen üblichen Motoren bzw. Kesseln eingesetzt werden. Diese Technik steht zwar grundsätzlich zur Verfügung, allerdings werden Entwicklungsanstrengungen in die wirtschaftlich optimierte Nutzung sowie in die günstige Kombination von Vergasung und Nutzung gesteckt. Ein Beispiel eines hocheffizienten Verfahrens ist das Sauerstoff-Schmelz-Verfahren, das Wirkungsgrade von bis zu 85 % bei gleichzeitiger umweltfreundlicher Verfahrensweise zur Holzgasgewinnung erreicht.



