Chemie

im Labor
© H.-G. Oed / BMU

Das weite Spektrum der chemischen Industrie umfasst die Herstellung und Weiterverarbeitung organischer und anorganischer Grundstoffe, Fein- und Spezialchemikalien. Produziert werden z.B. Medikamente, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, synthetische Fasern, Kunststoffe, Klebstoffe, Lösemittel, Farben und Lacke, die wiederum in einer Vielzahl von Industriezweigen wie der Lebensmittel- und Agrarindustrie, der Textilindustrie oder in der Metallverarbeitung und Oberflächenbearbeitung angewendet werden.

Nachhaltige Chemikalien, Produkte und Produktionsweisen tragen dazu bei, dass bei der Herstellung, Weiterverarbeitung, Anwendung und Entsorgung chemischer Stoffe und Produkte die Umwelt entlastet und gesundheitliche Risiken vermindert werden.


Darüber hinaus sind solche Produkte und Verfahren auch ökonomisch sinnvoll, da sie helfen Kosten zu sparen und Wettbewerbsvorteile zu sichern. Des Weiteren ermöglichen Chemikalien auch die Entwicklung von Umwelttechnologien, indem sie beispielsweise in Membransystemen zur Wasseraufbereitung eingesetzt werden.

Die wichtigsten Kriterien einer nachhaltigen Chemie sind

  • die Verringerung des spezifischen Ressourcenbedarfs in Bezug auf Energie, Roh- und Hilfsstoffe durch
    • die Verwendung erneuerbarer Ressourcen und
    • einer besseren Ausbeute der Ressourcen bei der Herstellung
    • die Rückgewinnung wertvoller Ressourcen sowie
    • die Herstellung langlebiger Produkte (Konsumgüter)
  • das Vermeiden umwelt- und gesundheitsgefährdender Stoffe
  • die Entwicklung und der Einsatz möglichst ungefährlicher Stoffe
  • das Vermeiden oder Verringern von Emissionen oder Einträgen von Chemikalien oder Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden
  • die Verminderung der Abwasser- und Abfallmengen
  • die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Chemikalien und Produkten, d.h. von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, Weiterverarbeitung, Anwendung bis zur Entsorgung

Ein wichtiger Baustein zu einer Nachhaltigen Chemie ist die europäische Chemikalienverordnung REACH, mit dem Ziel gefährliche Chemikalien in der Chemiebranche und anderen Industriezweigen durch sichere Alternativen zu ersetzen.

Innovative technische Lösungen und Produkte tragen dazu bei, die rechtlichen Anforderungen umzusetzen. Beispielsweise können durch alternative Verfahren bei der Herstellung von Pulverlacken durch den Einsatz von überkritischem Kohlendioxid umweltbelastende organische Lösemittel vollständig ersetzt werden.

Für die Chemiebranche dokumentieren Referenzdokumente (BREF-Dokumente) der Europäischen Union  den Stand der besten verfügbaren Techniken, die zu einer Umweltentlastung beitragen. Sie basieren auf der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED).


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12 ... 2021
Die durchgeführte Marktuntersuchung zeigte, dass es keine „Generallösungen“ für die klebstoffverarbeitenden Branchen geben kann. Als geeignete Maßnahmen zur Abfallvermeidung wurden z.B. die Förderung des betrieblichen Umweltschutzes und die Schaffung professioneller Beratungsangebote definiert. mehr…>
Schlagwörter:  Abfallvermeidung, Bedarfsanalyse, Umweltforschung, Marktforschung Alle Schlagwörter , Abfallaufkommen, Wildtier, Rohstoff, Pappe, Anwendungstechnik, Ackerhohlform, Minderungspotenzial, Finanzierungshilfe, Konsumgut, Spanplatte, Klebstoff, Abfallvolumen
Ein Unternehmen der chemischen Industrie hat ein dreistufiges Verfahren zur Reduzierung der CSB-Fracht von hochbelasteten Prozessabwässer im Zusammenhang mit der Herstellung von Polyetheralkohol (PE) und Dinitrotoluol (DNT) entwickelt. Es wird eine Reduzierung der CSB-Fracht um 97 Prozent erreicht. Das auf diesem Weg vorgereinigte Abwasser wird anschließend der zentralen Kläranlage zur weiteren CSB-Reduktion zugeführt. mehr…>
Schlagwörter:  Ozonung, Vorbehandlung, Abwasserbehandlung, Schlammbelebungsanlage Alle Schlagwörter , Adsorption, Oxidation, Abwasserreinigung, Abwasserbehandlungsanlage, Chemischer Sauerstoffbedarf, Industrieabwasser, Schadstoffminderung, Chemische Industrie, Klärschlamm, Verbrennungsanlage, Entstickung
Die Abwasserreinigungsanlage besteht aus den Verfahrensschritten: Sedimentation mit Neutralisation und Flockung, Sandfiltration und Flockung, und zuletzt Adsorption an polymeren Adsorberharzen mit Lösemittelregeneration. Durch die Anlage wurde eine Reduktion der aromatischen Verbindungen von über 99 % erzielt. Darüber hinaus wurde eine BTX-Reduzierung (BTX = Benzol-Toluol-Xylol) auf < drei Milligramm pro Liter, eine Naphthalinreduzierung auf < 0,5 Milligramm pro Liter und eine deutliche Reduzierung der Toxizität des gereinigten Abwassers erreicht. mehr…>
Schlagwörter:  Abwasserreinigung, Adsorption, Sedimentation, Sandfilter Alle Schlagwörter , Filtration, Flockung, Chemische Industrie, Grundstoffindustrie, Schadstoffminderung, PAK, Aromatischer Kohlenwasserstoff, Polyzyklischer Kohlenwasserstoff, BTX-Kohlenwasserstoff, Naphthalin, Petrochemische Industrie, Raffinerie, Steinkohlenteer, Industrieabwasser, Regeneration, Lösungsmittel, Abwasserbehandlungsanlage, Abwasserbehandlung
Die Umfüllvorgänge von giftigen, kanzerogenen (z.B. Allylchlorid, Epichlorhydrin) und geruchsintensiven Stoffen (z.B. Mercaptane) werden in einer geschlossenen Kabine durchgeführt. Die Kabine ist über zwei Lüftungsöffnungen an eine Abgasreinigungsanlage angeschlossen. Diese erzeugt in der Kabine einen Unterdruck, um die Abluft abzusaugen und in eine Waschkolonne zu leiten. Als Waschlösung wird verdünnte Natronlauge zur Neutralisation von sauren Gasen und Schwefelverbindungen und Lösung der Alkohole verwendet. Die geruchsintensiven Schwefelverbindungen werden durch Wasserstoffperoxid zu Sulfaten oxidiert. Durch die Anlage werden Mercaptane zu 99%, Lösungsmittel zu 95% und Dimethylsufat zu 99 % zurückgehalten. Allylchlorid und Epichlorhydrin werden nur begrenzt zurückgehalten. mehr…>
Schlagwörter:  Abluftreinigung, Abgasreinigung, Emissionsminderung, Chemische Industrie Alle Schlagwörter , Zentrifuge, Gefahrstoff, Aktivkohlefilter, Gaswäscher, Nassverfahren, Kapselung, Allylchlorid, Epichlorhydrin, Thiol, Geruchsminderung, Luftreinhaltung
PDF-IconAuf den Spuren alter Meister: Neue hochwertige Synthese
In der Broschüre wird ein Projekt abgebildet, bei dem die Herstellung aromatischer Aldehyde mit apparativ einfach durchführbaren Synthesen und ohne Verwendung toxischer oder cancerogener Einsatzstoffe gelungen ist. Mit diesen Verfahren werden auch kleine und mittlere Unternehmen in die Lage versetzt, eigenständig aromatische Aldehyde herzustellen.
Diese Broschüre beschreibt, wie auf Basis der Nanotechnologie eine Systemlösung für industrielle Klebeverfahren entwickelt worden ist. Hierbei wird Energie in Form von Mikrowellen oder magnetischen Wechselfeldern durch die Fügeteile hindurch in die Klebstoffschicht transportiert und dort durch Nanopartikel in Wärme umgewandelt. Dies bewirkt kürzere Produktionszeiten bei vergleichsweise geringem Energieverbrauch.
Die Aufarbeitung kann in Abhängigkeit von der Art und Zusammensetzung der Lackschlämme unterschiedlich sein. Im Wesentlichen aber werden die Koagulate entwässert, dann gelöst oder dispergiert, sowie von groben Verunreinigungen befreit und mittels Tellerzentrifuge in eine Bindemittelphase und Pigmentpaste getrennt. Bindemittelphase und Pigmentpaste können durch entsprechende Formulierungen in Neulacke umgewandelt bzw. als Rohstoffe zur Lackherstellung eingesetzt werden. Die besten Ergebnisse wurden bei der Aufarbeitung von sorten- und farbreinen Lackkoagulaten erzielt. Die Schlechtesten bei Mischkoagulate verschiedener Harztypen und Farbtöne. mehr…>
Schlagwörter:  Lack, Farbenindustrie, Recycling, Recyclingprodukt Alle Schlagwörter , Rohstoff, Sekundärrohstoff, Koagulation, Spritzlackiererei, Rückstandsverwertung, Stoffliche Verwertung, Schlamm, Aufbereitungstechnik
Die Firma Sachtleben Chemie GmbH produziert am Standort Duisburg-Homberg ca. 100.000 t/a Titandioxid-Weißpigment nach dem Sulfatverfahren. Mit den beiden Teilvorhaben "Herstellung von Rutilit" und "Dünnsäure-Voreindampfung" beabsichtigt die Firma, Rückstände aus der Titanoxid-Pigmentproduktion aufzuarbeiten, um die zu deponierende Abfallmenge und den Energieverbrauch zu reduzieren. mehr…>
Schlagwörter:  Titandioxid, Rückstandsverwertung, Schwefelsäure, Abfallbehandlung Alle Schlagwörter , Abfallverwertung, Rückstand, Abfallminderung, Rohstoffeinsparung, Abwärmenutzung, Wassereinsparung, Energieinsparung, CO2-Minderung, Chemische Industrie
Mit dem Verfahren der degradativen Extrusion konnte bei einer Verarbeitungstemperatur oberhalb 400 °C und unter Zugabe von Adsorbern der für die rohstoffliche Verwertung schädliche organisch gebundene Chlorgehalt wirkungsvoll reduziert werden. Die Schmelzeviskosität wurde durch den molekularen Vorabbau verringert. mehr…>
In einem Chemiewerk wurde gemäß FCKW-Halon-Verbots-Verordnung die mit Fluorchlorkohlenwasserstoff (R 12) betriebene VC-Kälteanlage auf das Alternativkältemittel R 134 a umgestellt. Seither arbeitet das Unternehmen ohne Einsatz von FCKW. mehr…>
Schlagwörter:  Kältetechnik, Kältemittel, Fluorchlorkohlenwasserstoff, HKW-Ersatz Alle Schlagwörter , Kühleinrichtung, Emissionsminderung, Chemiewerk, Chemische Industrie
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