Drucktechnik
Die heutige Drucktechnik umfasst Flach-, Tief-, Hoch- und Durchdruckverfahren mit einer Reihe von Unterverfahren. Obwohl die Druckprozesse hochtechnisiert auf spezialisierten Druckmaschinen ablaufen, können die notwendigen Hilfs- und Nebenprozesse häufig nur handwerklich ausgeführt werden.
Grundsächlich unterscheidet man drei große Bereiche an Druckanwendungen:
• den grafischen Druck (u. a. für Zeitungen),
• den Sonderdruck (u. a. für Textilien, Tapeten, Möbeldekor und elektronischen Schaltungen) und
• den Verpackungsdruck.
Umweltrelevante Emissionen entstehen in Druckereien vor allem durch den Einsatz von Druckfarben und Reinigungsmitteln, die flüchtige organische Substanzen (volatile organic compounds) wie Toluol, Ethanol oder Ethylacetat enthalten. Bei der Verpackungsherstellung schließen sich an den eigentlichen Druckvorgang häufig weitere lösemittelrelevante Arbeitsschritte wie Kleben, Kaschieren oder Beschichten an.
Um diffuse und gefasste VOC-Emissionen so weit wie möglich zu mindern, gelten in der Branche derzeit folgende Maßnahmen als besonders wirkungsvoll:
• Einsatz Resttoluol reduzierender Druckfarben,
• Absaugen der Sammelplätze von Farbresten und Putztüchern,
• Grundreinigung mit Trockeneis anstatt mit Lösemitteln,
• kontinuierliche mess- u. regelungstechnische Überwachung der Adsorberbeladung bei der Abgasreinigung und Zuführung der Adsorbertrocknungsluft zur Abgasreinigungsanlage sowie
• Installation der Umlufttechnik.
Abfälle fallen beim Drucken und seinen Nebenprozessen ebenfalls an. Fehldrucke (Makulatur) lassen sich deutlich durch Computer unterstützte Voreinstellsysteme reduzieren. Lösemittel-Wasser-Abfälle können mittels Filtration aufbereitet und die Reinigungsmittel dann wieder verwendet werden.
Das CPG-Informationsportal hält zu diesem Themenkomplex interessante Praxisbeispiele und spezielle Brancheninformationen bereit.

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