Galvanotechnik
PIUS-Schwerpunkte waren die Reduzierung der Frischwassermenge durch Regenwassernutzung und die Neukonzeption eines Kühlwasserkreislaufs für die Induktionsanlagen.
Kern der prozessorientierten Betrachtung der Produktion war ein ressourceneffizienterer Umgang mit Betriebsmitteln wie Wasser und Chemikalien. Das Ergebnis war die Optimierung einer Produktionsstraße durch verbesserte Ablauforganisation im Spülprozess (Wassser- und Chemikalieneinsparung).
Der PIUS-Check diente dazu die Planung der Neuanlage speziell auf die Schließung von Spülwasserkreisläufen und die Nutzung von Regenwasser für ausgewählte Spülprozesse zu prüfen. Zur Anwendung kam ein neuartiges Verfahren (alkalisches Zinkbad), welches über den Stand der Technik hinaus komplett cyanfrei und nahezu Chromfrei arbeitet.
Kaskadierung von Spülwasser in der Galvanik: Wasser aus den Spülen wird in Form einer Kaskade in der Galvanik mehrfach im Spülprozess verwendet. Bisher wurden die Spülen als Durchlaufspülen berieben. Das Spülwasser wurde über einen Ionenaustauscher geführt und als Kreislaufwasser wieder eingesetzt. Durch die Kaskadierung konnte der Spülwassermengenbedarf erheblich gesenkt und der Ionenaustauscher aus dem Netz genommen werden.
Beim Beizen von Aluminiumoberflächen fallen Schlämme an, die als Sonderabfälle entsorgt werden müssen. Die entwickelten und optimierten Regenerationsverfahren tragen alle dazu bei, den Schlammanfall und Chemikalienverbrauch zu verringern. Betrachtet wurden die Methanol-Fällung, Membran-Elektrolyse, Retardation, Diffusionsdialyse und Nanofiltration.
mehr…>
Die bei der Leiterplattenfertigung verbrauchte Ätzlösung wird im Werk regeneriert und wiedereingesetzt. Damit entfallen die Gefahrguttransporte. Das abgeätzte Kupfer wird in hochreiner Form als vermarktbares Metall zurückgewonnen.
mehr…>
mehr…>
Quelle:
Umweltbundesamt (UBA)
Schlagwörter:
Elektroindustrie, Galvanotechnik, Ätzmittel, Regeneration
Alle Schlagwörter
, Rohstoffrückgewinnung, Kupfer, Metall, Toxische Substanz, Wassergefährdung, Ammoniumchlorid, Betriebskosten, Kostensenkung, Abluft, Spülwasser
Durch das eingesetzte alkalische, cyanidfreie Membranbeschichtungsverfahren werden Abwässer vermieden und der Frischwasser- und Energiebedarf deutlich vermindert.
mehr…>
Quelle:
Umweltbundesamt (UBA)
Schlagwörter:
Beschichtung, Membranverfahren, Abwasserminderung, Energieeinsparung
Alle Schlagwörter
, Cyanid, Elektrolyt
Zur Entmetallisierung von galvanisch beschichteten Werkstücken und Leiterplatten sind drei unterschiedliche Verfahren für die Schichtsysteme Kupfer, Nickel und Chrom entwickelt worden. Sie ermöglichen es, die abgetragenen Metalle direkt oder als nutzbare Verbindungen zurückzugewinnen und die Prozesslösung im Kreislauf zu führen.
mehr…>
Zur Aufbereitung der Beizlösungen und Spülwässer aus Verzinkungsbetrieben haben sich in Technikumsanlagen besonders die Membranelektrolyse und die Elektrodialyse bewährt. In Betrieben mittlerer Größe scheint hiermit eine jährliche Rückführung von ca. 100 m3 Salzsäure und 12.200 kg Zink realisierbar zu sein.
mehr…>
Untersuchungen in großtechnischen Anlagen haben gezeigt, dass die Elektrodialyse zur Spülwasser-Aufbereitung geeignet ist. Der Energiebedarf zur Behandlung von 1,4 m³/h beträgt 0,5 kW/h. Nicht bewährt hat sich hingegen die Querstrom-Filtration zur Aufbereitung von sauren Entfettungslösungen bzw. die Membran-Elektrolyse für Salzsäure-Beizen.
mehr…>



