Kunststoffe

© B. Welker

Kunststoffe (Polymere) sind chemisch erzeugte Werkstoffe. Sie bestehen hauptsächlich aus organischen Verbindungen auf Kohlenstoffbasis. Häufig werden sie in der Verpackungsindustrie, der Automobil- und Elektroindustrie, der Bauindustrie oder in der Oberflächenbeschichtung eingesetzt.

In verschiedenen Einsatzgebieten können Kunststoffe auch zur Umweltentlastung beitragen. Aufgrund ihres geringen Gewichtes werden Kunststoffe im Fahrzeugleichtbau eingesetzt, der zum Ziel hat, den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen zu senken. Wichtige Dämmstoffe für die Wärmedämmung von Gebäuden bestehen aus Kunststoffen wie Polyurethen (PUR) und Polystyrol (PS). Diese helfen die Wärmeverluste bei Häusern zu verringern und damit den Energieverbrauch zu senken.


Bei der Polymerproduktion entstehen flüchtige organische Verbindungen, werden relativ hohe Mengen Lösemittel verbraucht und ökologisch bedenkliche Additive, wie Flammschutzmittel, Weichmacher eingesetzt. Problematisch für die Umwelt sind auch die anfallenden Abfallmengen sowie der Energiebedarf.

Um die Herstellung, Verarbeitung und Nutzung von Kunststoffen nachhaltiger zu gestalten, wird an der Entwicklung energieeffizienter und emissionsmindernder Verfahren und umweltverträglicher Hilfsstoffe sowie an der Schließung von Stoffkreisläufen geforscht.

Lösungsansätze für ein verbessertes Kunststoffrecycling bieten beispielsweise neuartige und wirtschaftlich tragfähige Technologien mit denen sortenreine Kunststoffrezyklate aus komplexeren Abfallgemischen gewonnen werden. Eine technologische Voraussetzung hierfür ist wiederum die Entwicklung von Verbindungstechniken, die das sortenreine Trennen für ein späteres Recycling ermöglichen.

Ein bedeutsamer Trend ist die Entwicklung von Biopolymeren, die überwiegend auf der Basis nachwachsender Rohstoffen, wie z.B. Maisstärke, hergestellt werden. Darüber hinaus wird auch an biologisch abbaubaren Kunststoffen geforscht. Seit den 90er Jahren werden beispielsweise im Automobilbau verstärkt naturfaserverstärkte Kunststoffe (Verbundwerkstoffe) bei der Innenverkleidung von Fahrzeugen verwendet. Auch haben gesetzliche Vorgaben auf EU-Ebene, wie die Altautorichtlinie, dazu geführt, dass im Automobilbau zunehmend Kunststoffrezyklate eingesetzt werden.

Des Weiteren bieten Kunststoffe interessante Möglichkeiten für den Einsatz in Umwelttechnologien, z.B. kann durch die Beimischung bestimmter Polymere der Verbrauch an Tensiden in Industriereinigern deutlich gesenkt werden.


Suche
50 Informationen in Kunststoffe
Treffer pro Seite
12345
Im Rahmen des Vorhabens untersuchen die Projektpartner die qualitätsgerechte Verarbeitung von Polyolefin-Folien als Ersatz für PVC-Folien bei der 3D-Beschichtung in der Möbelindustrie. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bei gezielter Abstimmung der eingesetzten Materialien und der Anpassung der Verarbeitungstechnologie eine Ablösung der PVC-Folie durch umweltfreundliche, halogenfreie Folien als realisierbar einzuschätzen ist. mehr…>
Schlagwörter:  Holzverarbeitungsindustrie, Klebstoff, Kenngröße, Beschichtung Alle Schlagwörter , Analyse
Mit dem erprobten und inzwischen für den industriellen Einsatz weiterentwickelten Verfahren ist es möglich, spritzgegossene Bauteile mithilfe von aus textilen Abfällen gewonnenen Recyclingaramidfaserstoffen mechanisch und tribologisch zu verstärken.
Schlagwörter:  Industrieabfall, Kunststoffabfall, Textilfaser, Faser Alle Schlagwörter , Werkstoffliches Recycling, Polyamid, Kunststoff, Haushaltsgerät
Bei der Vulkanisation von Kautschuk zu hochwertigen Gummiprodukten werden unterschiedliche Füllstoffe, Vernetzungsmittel und Hilfsstoffe eingesetzt. Ein neues Messverfahren, das den Zusammenhang zwischen Durchmischungsgrad und elektrischer Leitfähigkeit nutzt, ermöglicht es jetzt erstmals, den Mischprozess zu kontrollieren sowie gezielt zu steuern und damit den Anfall an Fehlchargen deutlich zu reduzieren. Der Text ist der Broschüre "Nachhaltiges Wirtschaften - Innovationen aus der Umweltforschung" (BMBF 2004) entnommen.
Mit Hilfe von Infrarotlicht ist eine Identifikation unterschiedlicher Kunststoffe in einer Schredderfraktion und ihre Sortierung möglich. Mit Ausbeuten von 85 – 90 % und sehr guter Sortenreinheit ist eine wirtschaftliche Integration des Verfahrens in den Recyclingmarkt möglich. mehr…>
Für die Sortierung von geschredderten Kunststoffteilen wurden zwei unterschiedliche Versuchsanlagen entwickelt und erprobt. Sie unterscheiden sich in der Durchsatzleistung, der Anzahl der Sortierfraktionen und dem verwendeten Sensor. Die Anlagen sind für differenzierte Anwendungsbedingungen individuell gestaltbar. mehr…>
Um für die automatische Sortierung eine geeignete Schredderfraktion zur Verfügung zu haben, werden kunststoffhaltige Bauteile zunächst in einem Vierwellenzerkleinerer mit modifiziertem Schneidwerk auf die erforderliche homogene Partikelgröße gebracht. Die Anlage kann automatisch betrieben und in den Gesamtprozess eingebunden werden. mehr…>
Mit Hilfe der Infrarotspektroskopie ist eine Identifikation unterschiedlicher Kunststoffe in einer Schredderfraktion und ihre Sortierung möglich. Die im Rahmen des Projektes entwickelte Software auf der Basis von Fuzzy Logic übernimmt die Steuerung der Anlage. mehr…>
Die entwickelte Anlage ermöglicht eine Aufbereitung komplexer Kunststoffbaugruppen aus ausgedienten Kraftfahrzeugen. Am Beispiel von Autoscheinwerfern wurde demonstriert, das die Kunststofffraktionen mit Reinheiten von über 90% abgetrennt und somit zu hochwertigen Rezyklaten oder Regranulaten weiterverarbeitet werden können.
mehr…>
Das Umweltbundesamt äußert sich in einem Hintergrundpapier überwiegend kritisch zu biologisch abbaubaren Kunststoffen. Dies betrifft sowohl abbaubare Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe, vor allem aber abbaubare Kunststoffe auf Grundlage fossiler Rohstoffe. Die bisher vorliegenden Untersuchungen und Umweltbewertungen können den häufig behaupteten ökologischen Vorteil dieser Werkstoffe nicht ausreichend belegen.
Schlagwörter:  Biokunststoff, Biologisch abbaubarer Kunststoff, Kunststoff, Rohstoff Alle Schlagwörter , Werkstoff, Ökologische Bewertung, Nachwachsende Rohstoffe, Nicht erneuerbare Ressourcen
Das innovative, ressourcenschonende Kunststoffformgebungsverfahren „Gasinjektionsaufblasverfahren“ (GITBlow) ermöglicht die Herstellung prozesssicherer Bauteile wie z.B. sehr großer Hohlraumquerschnitte, extrem dünnwandiger Funktionskanäle und komplexer Geometrien. Zusätzliche Bearbeitungsschritte entfallen, zudem ist das Material- wie auch Anwendungsspektrum sehr groß. mehr…>
Schlagwörter:  Kunststoffverarbeitung, Materialeffizienz
50 Informationen in Kunststoffe
Treffer pro Seite
12345