Lackiertechnik

Lackierprozesse lassen sich unterscheiden in manuelle und automatisierte Verfahren. Konventionell werden zur Oberflächenbeschichtung der Werkstücke - in Abhängigkeit von den Anforderungen an die Stückzahlen und dem vorgesehenen Verwendungszweck - die Spritz-, Spray- oder Tauchtechnik angewandt. Hierbei ergeben sich Umweltbelastungen im Wesentlichen durch die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (engl.: Volatile Organic Compounds, VOC), dem Energieverbrauch der Anlagen und durch Lackabfälle.


In den letzten Jahren nahm der Verbrauch von umweltverträglicheren Produkten, z.B. Wasserlacksysteme, deutlich zu. Allerdings ist es in einzelnen Sektoren, unter anderem der Metallbandbeschichtung, noch nicht möglich, auf lösemittelhaltige Lacksysteme zu verzichten. Die Lackverbräuche werden hier durch optimierte Auftragsverfahren und durch die Applikation von Dünnschichten vermindert. Die Reduzierung von VOC-Emissionen wird durch die Kapselung der Anlagen und Zuführung der VOC-haltigen Abgase in thermische Abgasreinigungsanlagen erreicht.
Trockene Verfahren mit Pulverlacken und entsprechende Aufbringungstechniken sind eine weit reichende ökologische Verbesserung. Die in Deutschland durchgeführte Grundlagenforschung und darauf basierende Konzeptentwicklungen zur Gestaltung der Applikations- und Kreislaufprozesse haben es ermöglicht, die Lackiertechnik in der betrieblichen Praxis zu etablieren.
Auf dieser Internetplattform verfügbare Forschungsarbeiten und Best-Practice-Beispiele liefern weiterführende Informationen zu umweltfreundlichen Lack- und Applikationssystemen:
• Einsatz von lösemittelfreiem Wasserlack und vollständigem Recycling des Lackoversprays (Lackschlamm) bei Einfarbtonproblem
• Entwicklung von Naturfarbenprodukten mit optimiertem toxikologischen, ökologischen und technologischen Profil
• Anwendung von Pulverbeschichtungen für Blech-, Guss- und Schweißteile sowie Werkstücke aus Holz


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Die Aufarbeitung kann in Abhängigkeit von der Art und Zusammensetzung der Lackschlämme unterschiedlich sein. Im Wesentlichen aber werden die Koagulate entwässert, dann gelöst oder dispergiert, sowie von groben Verunreinigungen befreit und mittels Tellerzentrifuge in eine Bindemittelphase und Pigmentpaste getrennt. Bindemittelphase und Pigmentpaste können durch entsprechende Formulierungen in Neulacke umgewandelt bzw. als Rohstoffe zur Lackherstellung eingesetzt werden. Die besten Ergebnisse wurden bei der Aufarbeitung von sorten- und farbreinen Lackkoagulaten erzielt. Die Schlechtesten bei Mischkoagulate verschiedener Harztypen und Farbtöne. mehr…>
Schlagwörter:  Lack, Farbenindustrie, Recycling, Recyclingprodukt Alle Schlagwörter , Rohstoff, Sekundärrohstoff, Koagulation, Spritzlackiererei, Rückstandsverwertung, Stoffliche Verwertung, Schlamm, Aufbereitungstechnik
Es wurden Grundlagenforschungen betrieben um festzustellen, ob sich mit Pulverlacken geringer Schichtdicke optisch gleichwertige Oberflächen wie mit Beschichtungen auf der Basis lösemittelhaltiger Systeme und Wasserlacken herstellen lassen. Ferner wurde an Hand einer Prototypanlage nachgewiesen, das Polymerschmelzen mittels Ultraschall-Stehwellen zerstäubt werden können. mehr…>
In Klein- und Mittelbetrieben der lackverarbeitenden Industrie entstehen durch manuelle Arbeitsweise und der Verarbeitung kleiner Losgrößen unterschiedlichster Lackmaterialien z.T. erhebliche Lack- und Lösemittelverluste. Im Rahmen des Projektes wurde eine teilautomatisierte Farbwechsel-Pilotanlage aus System-Komponenten, die in der Großserienlackierung im Automobilsektor eingesetzt werden, an die Bedürfnisse kleinerer Lackierereien zur Optimierung der Lackversorgung und zur Minimierung des Reinigerverbrauchs bei Farbwechseln angepasst.
Schlagwörter:  Klein- und Mittelbetriebe, Lackiererei, Materialeinsparung
Innovative Elemente der Lackieranlage für landwirtschaftliche Großfahrzeuge sind die Badpflege über Ultrafiltration und das Spülwasserrecycling in der wässrigen Vorbehandlung. Insbesondere der Einsatz organischer Lösemittel bzw. die VOC-Emissionen konnten erheblich gesenkt werden.
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Schlagwörter:  Spritzlackiererei, Wasserwiederverwendung, Ultrafiltration, Spülwasser Alle Schlagwörter , Lösungsmittel, Emissionsminderung, Leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe, Staubemission, Geruchemission, Oberflächenbehandlung, Vorbehandlung, Lack, Lackiererei, Lackierung, Nutzfahrzeug, Landmaschine, Abfallvermeidung, Industrieschlamm, Abwasserminderung, Wassereinsparung, Energieeinsparung, Abwärmenutzung, Abluftreinigung
Die entwickelten pigmentierten UV-Lacke weisen entweder einen erhöhten Korrosionsschutz oder eine erniedrigte Oberflächenenergie auf. Erstere eignet sich zum Einsatz in Lackieranlagen für Automotive, letztere für Teile aus dem Hydraulik-Bereich. Die neuartigen Bestrahlungseinheiten kommen mit einer vereinfachten Anlagentechnik aus, was ihre Konkurrenzfähigkeit verbessert. mehr…>
Im Ergebnis der durchgeführten Arbeiten liegen umfangreiche Erkenntnisse über die Formulierung verschiedener Klassen von Lacken vor. Sie ermöglichen kurz- oder mittelfristig insbesondere für High-Solids- und wässrige UV-Lacke einen Zugang zu weiteren Anwendungsgebieten auf Metallen und Kunststoff. mehr…>
Es wurde ein UV-Aggregat für die Beschichtung von 3-dimensionalen Objekten mit umweltfreundlichen lösungsmittelfreien Lacken entwickelt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse können künftig neue Produkte mit wichtigen Alleinstellungsmerkmalen bezüglich Effizienz und Flexibilität vor allem für die industrielle UV-Vernetzung von 3D-Objekten entwickelt werden. mehr…>
Die Untersuchungen mit verschiedenen Klassen von Lacken führten zu Rezepturen, die in folgenden Bereichen oder für nachstehende Produktteile eingesetzt werden können: Autozulieferindustrie, Hausgeräteindustrie, Handyschalen, Handydisplays, Fahrzeugachsen, Sägeblätter, Fahrzeuginnenbereich, Kosmetikteile und Dosendeckel für Lebensmittelverpackungen. mehr…>
Die DFO ist die Fachorganisation für industrielle Lackiertechnik in Deutschland. Ihr Ziel ist Förderung der technologischen und anwendungstechnischen Gemeinschaftsforschung und ihre Umsetzung in die Betriebspraxis. Dabei arbeitet die DFO mit Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und anderen namhaften Instituten zusammen. Zentrale Themen sind dabei die Kostensenkung bei Lackierprozessen, die Qualitätssicherung und Prozeßverbesserung, Umweltschutz, Rohstoff- und Energieeinsparung, Automatisierung, Prüftechnik sowie Aus- und Weiterbildung.
Das DLI bietet einen Überblick über die Lackindustrie in Deutschland und gibt zahlreiche kostenlose Broschüren und Faltblätter zum Thema Lack heraus, u.a. auch für umweltverträgliche Anstrichstoffe und Lackiertechniken. Zusätzlich werden Links zu wichtigen nationalen und internationalen Institutionen (Industrie- und Fachverbände, Forschungseinrichtungen und Fachschulen) angeboten.
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