Membrantechnologie
Mit Hilfe der Membrantechnik ist es ökonomisch und umweltverträglich möglich geworden, kleinste Stoffe aus dem Abwasser zu entfernen oder Stoffgemische auf rein physikalischem Wege zu trennen. Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration und Umkehrosmose haben sich dadurch als Alternativen zu anderen Trennverfahren in der Abwasserreinigung etablieren können und gelten mittlerweile als Schlüsseltechnologien für die betriebliche Wasserkreislaufschließung und Wertstoffrückgewinnung.
Die Membranen funktionieren ähnlich wie Filter und können aus Keramik, Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Letztere können sogar pathogene Erreger wie Viren, Bakterien, Parasiten oder Keime mit Mehrfachresistenz gegen Antibiotika aus dem Abwasser entfernen und werden deshalb bevorzugt zur Hygienisierung in kommunalen Kläranlagen installiert. Auch in Kleinkläranlagen im häuslichen Bereich arbeiten sie erfolgreich. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Anlagen Platz sparend sind und beim Betrieb vergleichsweise wenig Klärschlamm anfällt.
Weitere gängige Einsatzbereiche sind
• die Meerwasserentsalzung,
• die Trinkwasseraufbereitung,
• die Schadstoffelimination aus Deponiesickerwasser sowie
• die Sanierung von Grund- und Oberflächenwässern.
Im Bereich des produktionsintegierten Umweltschutzes gehören weiterhin dazu
• die Pigmentrückgewinnung in der Farbenindustrie,
• die Entalkoholisierung und Enttrübung im Lebensmittelbereich sowie
• die Gewinnung absatzfähiger Produkte und Reststoffe aus dem Abwasser in Sekundärbleihütten
In der Datenbank auf dieser Internetplattform können zu allen genannten Anwendungsbereichen Ergebnisse von erfolgreich verlaufenen Projekten recherchiert und eingesehen werden.



