Aufbereitung von Schleifschlämmen und Wiedernutzbarmachung ihrer Bestandteile: Konzepte für Produktionsanlagen

Das Projekt gibt Hinweise darauf, wie sich optimale Standorte für die Aufbereitung von Schleifschlämmen lokalisieren lassen; ob vorzugsweise zentrale, dezentrale oder mobile Anlagen-Konfigurationen in Betracht zu ziehen sind und wie der innerbetriebliche Transport von Schleifschlämmen realisiert werden sollte.

Im Mittelpunkt des Gesamtvorhabens „Möglichkeiten zur Aufbereitung von Schleifschlämmen und der damit verbundenen Wiedernutzbarmachung ihrer Bestandteile“ stand die Entwicklung eines neuen Verfahrens- und Anlagenkonzeptes.

Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass hochwertige Produkte erzielt werden, wenn Schleifschlamm zunächst im Vakuum entölt, getrocknet und anschließend zu Briketts gepresst wird. Durch die Rückführung derart aufbereiteten Schleifschlamms in den Produktionsprozess lässt sich ein ökonomisch und ökologisch sinnvoller Stoffkreislauf schließen.

Auf der Basis dieser Erkenntnisse beschäftigte sich dieses Teilvorhaben mit der Entwicklung eines Konzeptes zur Gestaltung von Produktionsanlagen zur Aufbereitung von Schleifschlämmen. Als Arbeitsschwerpunkte wurden festgelegt:

  1. Entwicklung von Standortkonzepten für drei Typen von Produktionsanlagen:
    • zentrale (z.B. Bundesland),
    • dezentrale (z.B. Automobilhersteller) und
    • mobile (z.B. Klein- und mittelständische Unternehmen).
  2. Entwicklung von Anlagen-Konfigurationen für Produktionsanlagen
  3. Standortspezifische Planung sowie Projektierung von Stoffflüssen.

Vorgehensweise und Ergebnisse:

Zu 1.)
Zur Definition von geeigneten Standorten sind insbesondere folgende Kriterien zu berücksichtigen:
  • Räumliche Konzentration des anfallenden Schleifschlamms,
  • Anfallende Menge an Schleifschlamm,
  • Wegstrecken und Entfernungen zu den Schleifschlamm-Produzenten,
  • Vorhandene Infrastrukturen,
  • gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Auswahl exemplarischer Standorte erfolgte nach entsprechender Datenerhebung, der Anfertigung von Logistikkarten und mit Hilfe einer neu entwickelten Prognose-Methodik. Vor einer endgültigen Festlegung sind unbedingt die konkreten gesetzlichen Rahmenbedingungen zu betrachten.

Zu 2.)
Bei der Untersuchung von Anlagen-Konfigurationen ging vorrangig um die Merkmale „mobil / stationär“, „geteilt / ungeteilte“ sowie „zentrale / dezentrale“ Anlage.

Bei Betrachtung der ersten beiden Merkmalpaare erscheinen drei Varianten als geeignet:

Mobile Vor-Entölung + mobile Trocknung + mobile Brikettierung

Mobile Vor-Entölung + stationäre Trocknung + stationäre Brikettierung

Mobile Vor-Entölung + stationäre Trocknung

Die mobile Variante erscheint besonders lohnend, wenn der Wiedereinsatz der aufbereiteten Produkte direkt bei Schleifschlamm-Produzenten erfolgt.

Zu 3.)
Der Schleifschlamm stellt hohe Anforderungen an das Transportsystem, weil er stark schwankende physikalische und chemische Eigenschaften besitzt. Sein Transport innerhalb einer stationären Anlage sollte in folgenden Stufen erfolgen:

Shredder -> Wellkanten-Förderer -> Trockner -> Rohrketten-Förderer
 -> Bunker -> Schleuse -> Förderband -> Brikettierungs-Anlage  ->
Förderband -> Behältnis.

Bezugsquelle: Der Abschlussbericht zum Vorhaben kann unter der Signatur F 97 B 2351 ausgeliehen werden bei der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover, Welfengarten 1B, 30167 Hannover.



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