Papier & Zellstoff

In der deutschen Papierproduktion wird bereits ein bemerkenswert hoher Anteil an Altpapier eingesetzt. Das schont Ressourcen und reduziert die Herstellungskosten. Aber trotz dieser positiven Bilanz haben sich die branchenspezifischen Umweltbelastungen insgesamt erhöht, weil die Produktionsmengen im gleichen Zeitraum erheblich gestiegen sind. Deshalb gilt es für die Unternehmen der Zellstoff- und Papierindustrie nach wie vor, bei den unterschiedlichen Verfahren und Prozessstufen alle verfügbaren Maßnahmen zu ergreifen, um die Emissionen in das Abwasser und die Luft zu reduzieren, den Bedarf an Energie und Frischwasser zu senken und die Verwertungsquote der verschiedenen Abfallarten zu steigern.


Außer der Papierherstellung und den damit direkt verbundenen Verfahren gelten insbesondere die Verfahren zur Gewinnung der so genannten Halbstoffe als umweltrelevant:
• die Aufschlussverfahren (Sulfat- und Sulfitverfahren), mit deren Hilfe aus dem Rohstoff Holz der Zellstoff hergestellt werden kann,
• der mechanische und chemisch-mechanische Aufschluss zur Gewinnung von Holzstoff sowie
• die Aufbereitung von Altpapier.
Beispiele für produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen in der Zellstoff- und Papierindustrie sind auf diesem Informationsportal abrufbar, z.B.
• wie elektrische Hochspannungsimpulse (HSI) zum Aufschluss pflanzlichen Zellgewebes, zur Beeinflussung des Wasserbindungsvermögens der Pülpe und zur Entkeimung von flüssigen Produkten eingesetzt und
• wie Schwermetallionen des Holzes im Aufschluss und in der chlorfreien Bleiche der Zellstoffe abgetrennt werden können.


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Die durchgeführte Marktuntersuchung zeigte, dass es keine „Generallösungen“ für die klebstoffverarbeitenden Branchen geben kann. Als geeignete Maßnahmen zur Abfallvermeidung wurden z.B. die Förderung des betrieblichen Umweltschutzes und die Schaffung professioneller Beratungsangebote definiert. mehr…>
Schlagwörter:  Abfallvermeidung, Bedarfsanalyse, Umweltforschung, Marktforschung Alle Schlagwörter , Abfallaufkommen, Wildtier, Rohstoff, Pappe, Anwendungstechnik, Ackerhohlform, Minderungspotenzial, Finanzierungshilfe, Konsumgut, Spanplatte, Klebstoff, Abfallvolumen
Papierfabrik Schulte
© DBU
Eine neue Kreislaufwasserbehandlungsanlage bereitet das belastete Betriebsabwasser komplett auf und bindet es erneut in die Papierproduktion ein. So reduzieren sich die Kanalkosten und der Frischwasserverbrauch erheblich.
Schlagwörter:  Papierindustrie, Papierherstellung, Industrieabwasser, Wasserwiederverwendung Alle Schlagwörter , Wassereinsparung, Abwasserminderung, Wasserenthärtung, Biologische Abwasserbehandlung
Um die geschlossene Fahrweise beibehalten zu können, wurde in den Fabrikationswasserkreislauf eine biologische Reinigungsanlage integriert, die ständig einen Teilstrom des Kreislaufwassers reinigt. Installiert wurde eine anaerobe/aerobe Verfahrenskombination, in der ein Teilstrom des Kreislaufwassers in UASB-Reaktoren vorgereinigt wird und nach aerober Reinigung in Belebungsbecken mit sich anschließender Sandfiltration wieder in den Fabrikationswasserkreislauf zurückgeführt wird. Der CSB wurde um 75%, der Gehalt an geruchsverursachenden niedermolekularen Fettsäuren um etwa 95 % gesenkt. mehr…>
Schlagwörter:  Biologische Abwasserreinigung, Abwasserminderung, Wasserwiederverwendung, Sandfilter Alle Schlagwörter , Filtration, Ultrafiltration, Bioreaktor, Industrieabwasser, Papierindustrie, Chemischer Sauerstoffbedarf, Abwasserbehandlungsanlage, Flotation, Schlammbelebungsanlage, Belebtschlamm, Schadstoffminderung, Geruchsminderung, Gaswäscher, Biogas, Brennstoffeinsparung
Es wurden technologische Möglichkeiten zur Ein- und Aufbringung von antimikrobiellen Wirkstoffen in Kartonagen aufgezeigt. Besonders für technische Produkte und den Export in Länder mit starken klimatischen Beanspruchungen besteht ein Interesse an derartigen Verpackungen. Auch auf dem europäischen Markt sind diese zusätzlichen hygienischen Eigenschaften von Vorteil. mehr…>
Für Beutel und Tüten aus Papier wurden verschiedene Varianten zur antimikrobiellen Ausstattung mit natürlichen Wirkstoffen erarbeitet und optimiert. Die Untersuchungen zeigten, dass Verpackungen und deren Inhalt nach außen und innen über wirkstoffhaltige Leime, Lacke oder Druckfarben vor Mikroben geschützt werden können. mehr…>
Mit den beiden Vorzugsvarianten – der Anwendung in den Klebstoffen und der Zugabe über separate Wirkstoffträger – wurden zwei verschieden nutzbare Möglichkeiten zur antimikrobiellen Ausstattung von Packmitteln aus Papier mit natürlichen Wirkstoffen erarbeitet und optimiert. mehr…>
Für eine technische Anwendung sind die untersuchten funktionalisierten Verpackungsmaterialien sehr gut geeignet. Damit sie eine Zulassung nach dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz erhalten können, muss der auftretende Eigengeruch des Nelkenblätteröls bzw. -extrakts beispielsweise durch eine bindende Lackschicht minimiert werden. mehr…>
Die Auswertung des Stoffstromnetzes zeigte, dass das größte Potenzial zur ökologischen und ökonomischen Optimierung bei der Verringerung der Ausschuss- und Verschnittmengen liegt. mehr…>
Schlagwörter:  Verpackungsindustrie, Stoffstromanalyse, Materialeinsparung, Pappe Alle Schlagwörter , Papier, Modellierung, Stofffluss, Kostensenkung,
Im Rahmen der Feinpapierherstellung (Hygienepapiere, graphische Papiere) wurde Altpapier der „mittleren Sorte“ zu Ersatzzellstoff von hoher und gleich bleibender Qualität aufbereitet. Dabei wurde der Frischfaserzellstoff ersetzt. Durch den Um- und Ausbau der Altpapieraufbereitungsanlage konnte der Wassererbrauch gesenkt werden. Der zunächst höhere Energieeintrag (Strom, thermische Energie) gegenüber der Herstellung von gebleichtem Frischfaserzellstoff wird durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung im werkseigenen Kraftwerk und die Nutzung des erzeugten Dampfes in der Papierfabrik relativiert. mehr…>
Schlagwörter:  Altpapieraufbereitung, Altpapierverwertung, Zellstoff, Papierherstellung Alle Schlagwörter , Papierindustrie, Altpapier, Recycling, Stoffliche Verwertung, Abfallverwertung, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserwiederverwendung, Wassereinsparung, Ressourcenerhaltung
Im Laborversuch konnte gezeigt werden, dass mit Ultraschall sowohl Polymere als auch suspendierte Feststoffe im Abwasser zerkleinert werden können. Der dadurch verbesserte Abbau von Polymeren lässt das Verfahren vor allem für die Abwasserreinigung in der chemischen und der Zellstoffindustrie geeignet erscheinen. mehr…>
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