Aktive Verpackung mit antimikrobiellen Eigenschaften: Mehrlagige Verpackungsmittel mit antimikrobieller Ausrüstung (TV 5)

Für Beutel und Tüten aus Papier wurden verschiedene Varianten zur antimikrobiellen Ausstattung mit natürlichen Wirkstoffen erarbeitet und optimiert. Die Untersuchungen zeigten, dass Verpackungen und deren Inhalt nach außen und innen über wirkstoffhaltige Leime, Lacke oder Druckfarben vor Mikroben geschützt werden können.

Aufgabe des Verbundvorhabens ist es, Verpackungsmittel zu entwickeln, die einen erhöhten Schutz gegen den Verfall von Produkten aufweisen, der durch Keimbelastungen erfolgt.
In diesem Teilprojekt wurden verschiedene technologische Varianten zur Ausrüstung von ein- und mehrlagigen Verpackungen aus Papier mit natürlichen Wirkstoffen erprobt.
Ergebnisse:
  • Für die gefertigten Beutel und Tüten aus Papier sind Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis einsatzfähig und antimikrobielle Wirkungen erzielbar. Das gilt für Konzentrationen von bis zu 10-15% in den Druckfarben oder Lacken. Auch bei den getesteten Leimsorten für Papier ist die Verarbeitung bis 15% möglich.

  • Die Bindung der Wirkstoffe im Leim von Verpackungen wird als sehr gut bewertet und die Einbringung ist ohne einen Lösungsmitteleinsatz und ohne technische Probleme durchführbar.

  • Auch im Lack ist eine sehr gute Bindung der Wirkstoffe erzielbar. Bei Anwendung in der Druckfarbe werden die Wirkstoffe schneller wieder abgegeben. Mit beiden Verfahren wird ein vollflächiger Schutz erreicht. Die kombinierte Anwendung in der Druckfarbe und im Lack bringt die höchste Wirkung hervor.

  • Am Beispiel der Verzögerung des Schimmelbefalls von Brot konnte die Wirkung zur Wirkstoffanwendung demonstriert werden.


Bezugsquelle:
Der Abschlussbericht zum Vorhaben kann unter der Signatur
QN 1(174,9) ausgeliehen werden bei der
Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover
Welfengarten 1B
30167 Hannover


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