Prozesswärme
Die industrielle Prozesswärme sowie Prozessgase sind einerseits verantwortlich für einen relevanten Anteil des industriellen und gewerblichen Energieverbrauchs, bilden aber andererseits ein erhebliches Potential für die Energiebereitstellung in Industrie und Gewerbe.
Ein Anteil von rund 40 % des industriellen Endenergieverbrauchs wird in Industrieöfen umgesetzt. Effizienzsteigerungen in vielen Ofentypen konnten zwar schon in den letzten Jahren zu einer Senkung des spezifischen Energiebedarfs beitragen, trotzdem gilt es weiterhin das bestehende Energieeinsparpotential in Industrieöfen zu erschließen. Dabei kommt präzise Messtechnik zur Unterstützung der Prozessführung zum Einsatz, die gleichzeitig Produktqualität wie Produktionsvolumen steigern hilft.
Prozessgase entstehen als Nebenprodukte in vielen industriellen Produktionsverfahren und können thermisch genutzt werden. Mit einem Sechstel des Erdgasverbrauchs in Deutschland stellt der Energiegehalt von industriellen Prozessgasen ein interessantes Energiereservoir. Die effiziente thermische Nutzung dieser wird in Deutschland zielgerichtet weiter entwickelt.

Im Rahmen des Projekts wurde ein Brenner entwickelt, der einen ungestörten und niederturbulenten Freistrahl erzeugt und in seiner horizontal und vertikal Position verstellbar ist. Dadurch kann eine optimale Mischung von Brenngas und Brennluft eingestellt werden.
Der Brenner ermöglicht eine Senkung der Flammtemperatur, was zu einer Reduzierung der NOx-Emissionen von 2000mg/Nm3 auf 800 bis 500mg/Nm3 führte, je nach Ofenkonstruktion, wobei gleichzeitig die Schmelzleistung erhöht werden konnte. Dadurch konnte ein aufwendiger Umbau des Ofens oder einer nachgeschalteten Abgasbehandlung zur NOx-Minderung vermieden werden. mehr…>




