Solarthermie

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Solarthermische Anlagen wandeln die Energie der Sonnenstrahlung in Wärmeenergie um. Prinzipiell werden solarthermische Kraftwerke zur Erzeugung von Strom (Hochtemperatur-Solarthermie) von (Niedertemperatur-) Sonnenkollektoren unterschieden. Während erstere vor allem in südlichen Ländern mit intensiver Solarstrahlung nutzbar sind, werden Sonnenkollektoren bereits vielfach auch in Deutschland erfolgreich eingesetzt.


Sonnenkollektoren wurden bisher vor allem zur Erzeugung von Warmwasser genutzt, eine Ausweitung zur Unterstützung der Raumheizung im Frühjahr und Herbst ist in den letzten Jahren vermehrt zu verzeichnen.
Soll Solarenergie auch während der sonnenarmen Heizperiode genutzt werden, muss sie im Sommer in Langzeitwärmespeichern gesammelt werden. Die gespeicherte Solarwärme wird in der Heizperiode zur Unterstützung der Wärmeversorgung verwendet.
Im Langzeitwärmespeicher kann zum einen die Wärme selbst mit Hilfe eines Speichermediums, z.B. Wasser oder Kies, gespeichert werden. Neuere Entwicklungen zeigen eine weitere Möglichkeit der Speicherung auf - die Sorptionsspeicherung. Hier wird die Adsorption von Wasserdampf an Silikagel zur Wärmespeicherung genutzt. Damit lassen sich Energiedichten des Speichers erreichen, die vier- bis fünfmal so groß sind, wie die eines herkömmlichen Wasserspeichers. Mit dieser in Deutschland entwickelten Spitzentechnologie, die bereits auf dem Markt erhältlich ist, wird es zukünftig möglich sein, Gebäude auch in gemäßigten Klimaten rein solar mit Wärme zu versorgen.
Solarthermische Anlagen sind in Deutschland bereits etabliert. Sie werden bei Neubauten von Ein- und Zweifamilienhäusern bereits bei der Planung berücksichtigt und können in den üblichen Dachaufbau integriert werden, was zu einer weiteren Kostenreduktion der Solarthermie beiträgt. Allein im Jahr 2001 wurden in Deutschland 100.000 Anlagen mit einer Gesamt-Kollektorfläche von ca. 1.000.000 m² installiert.


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Mehr Durchblick durch Antireflexbeschichtung. Der untere Teil der Glasscheibe ist mit dem neuen Verfahren entspiegelt, dem oberen Streifen fehlt die Beschichtung.
© bine.info
Ziel eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstütztes Verbundprojekt der Firmen Merck und Flabeg und dem Fraunhofer-Institut für Silikatforschung und für Solare Energiesysteme war es, ein geeignetes Beschichtungsverfahren für solare Anwendungen zu entwickeln. Die neuentwickelte Antireflexschicht verbessert die Lichtdurchlässigkeit des entspiegelten Glases und steigert somit die Energieausbeute bei thermischer Solarenergienutzung um bis zu 15%.
Schlagwörter:  Solarmodul, Glas, Beschichtung, Reflexion Alle Schlagwörter , Lichtstrahlung, Effizienzsteigerung, Energieeffizienz, Solarenergienutzung
Beschichtungsanlage
© DBU
Sonnenkollektoren erhalten mit der „Vakuum-Sputter-Technologie“ ein langlebiges, gleichmäßig beschichtetes Kupferblech mit sehr hoher solarer Absorption. Das Kathoden-Zerstäubungsverfahren ist eine umweltfreundliche Alternative zur Galvanik.
Schlagwörter:  Solarkollektor, Absorber, Absorption, Beschichtung Alle Schlagwörter , Energieinsparung
PDF-IconBundesweiter Vergleichstest von solaren Brauchwassererwärmungsanlagen und deren Komponenten (BVS)
Zur Stärkung des Vertrauens in die Solartechnik und somit eine Anregung des Marktes zu bewirken, wurde zum einem das Test- und Entwicklungszentrums für Solaranlagen (TZS) errichtet, das durch Prüfung und Zertifizierung von Anlagen (nach DIN 4757) deren Qualität nachweist. Zum anderem wurden Vergleichstests von Solaranlagen und deren Komponenten durchgeführt. Damit konnte gezeigt werden, daß Solaranlagen ausgereifte Produkte sind. Die Ergebnisse des Vergleichstests wurden durch die Stiftung Warentest sowie in mehreren Fachzeitschriften veröffentlicht.
Aufbau eines Anlagenkomplexes bestehend aus einer Photovoltaikanlage, einem Windgenerator, einer Wetterstation, einer METEOSAT-Anlage und Herstellen einer Verbindung mit der bereits bestehenden Holzhackschnitzelheizung und der Thermosolaranlage zum Zwecke der komplexen Datengewinnung und Auswertung mittels Rechentechnik. Schaffung der Grundlagen für wissenschaftspropädeutische Arbeit von Schülergruppen, Projekten und Arbeitsgemeinschaften und Demonstration der Effektivität von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien durch Veröffentlichung der Ergebnisse.
Ziel des Projekts war es, durch die Entwicklung eines mehrlagigen Bedachungssystem (Glas-Folie-Kombinationen) den Energieverbrauch von Gewächshäusern zu reduzieren. Der Einsatz der vorgestellten Eindeckungsmaterialien kann den Energieverbrauch um bis zu 67% senken und beeinträchtigt aufgrund der guten Lichttransmissionseigenschaften das Pflanzenwachstum nicht. mehr…>
Schlagwörter:  Energieeinsparung, Gartenbau, Gewächshaus, Kunststofffolie Alle Schlagwörter , Glas
Zur Vermittlung von Wissen und Erfahrungen bei der Nutzung der Solarenergie an Gebäuden wurde ein Seminar für Architekten und Gebäudeplaner vorbereitet und durchgeführt. Das Seminar trägt dazu bei, den Wissensstand zum Einsatz dieser Techniken zu erweitern und in die Objektplanung mit einzubeziehen. Neben Planungsinstrumenten mit einfachem Handling fehlen auch wirksame Anreize (Förderinstrumente, gesetzliche Vorgaben) für Planer, Gebäudeeigentümer und -nutzer zur umfassenden Nutzung der Solarenergie.
Das Ziel des Projektes des Technologietransferzentrums an der "Hochschule Bremerhaven e.V." besteht in der Entwicklung einer solarbetriebenen Kälteanlage für Klimatisierungs- und Kühlungszwecke. Das Herzstück der Kälteanlage ist eine Zweiphasen-/Zweikomponenten-Strahlpumpe, die mit dem Arbeitsgemisch Ammoniak/Wasser betrieben wird. Dadurch sollen die Vorteile des Absorptions- und Kompressionsprinzips kombiniert werden. Das Projekt wird mit Bundesmitteln durch den Projektträger Jülich PTJ gefördert.
Ziel des Projektes der "Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin" ist die Optimierung und Charakterisierung von Speichermaterialien für eine thermo-chemische Wärmespeicherung. Derartige verlustfrei arbeitende thermochemische Speicher können für die Bereitstellung von Brauchwasser aber auch zur Raumheizung durch Sonnenenergie eingesetzt werden. Das Projekt wird mit Bundesmitteln durch den Projektträger Jülich PTJ gefördert.
Im Rahmen dieses Projektes der "Universität Hohenheim" wurden ein Solartrockner entwickelt und zwei Großanlagen gebaut - die weltweit größten solaren Holztrocknungsanlagen. Zur Verwendung des Trockners für andere Güter wie Medizinalpflanzen, Maniok und Tabak wurde das Steuerungsprogramm überarbeitet und angepasst. Das Projekt wird mit Bundesmitteln durch den Projektträger Jülich PTJ gefördert.
Um Folienspeicherkollektoren an die klimatischen Verhältnisse in Mitteleuropa (Frost, Schneefall) anzupassen wurden konstruktive Änderungen vorgenommen und geeignete Werkstoffe eingesetzt. Die Weiterentwicklung umfasst sowohl eine Reduzierung des Material-, Fertigungs- und Installationsaufwands als auch eine Verbesserung der Betriebssicherheit und der Wartungsfreundlichkeit.
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