Trinkwasser

Deutschland unterstützt die Vereinten Nationen dabei, Menschen weltweit mit Trinkwasser zu versorgen und dafür geeignete sanitäre Grundvoraussetzungen zu schaffen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen sollen Armut und Krankheiten bekämpft, soziale Unruhen verhindert und Flüchtlingsströmen vorbeugt werden.
Als Trinkwasser bezeichnet man Wasser, das zum Trinken, Kochen und Waschen geeignet ist. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an seine Qualität. Rohwasser weißt bei der Gewinnung nur selten die benötigte Beschaffenheit auf. Insbesondere Aussehen, Farbe, Trübstoffe, Geruch, Geschmack, Bakterien, Viren, Keime, aggressive Kohlensäure, Sauerstoffmangel, Eisengehalt, Mangangehalt, Härte des Wassers und grenzwertüberschreitende Konzentrationen gesundheitlich relevanter Substanzen machen eine Aufbereitung erforderlich.
Hierzulande dient regional Quellwasser, Grundwasser, Talsperrenwasser und Oberflächenwasser als Rohwasser. In zentralen Wasserwerken wird es mit verschiedenen Verfahren aufbereitet, bevor es über Rohrleitungen transportiert die einzelnen Haushalte und Betriebe erreicht. Nur vereinzelt wird Trinkwasser aus sog. Hausbrunnen gewonnen.
Zu den wichtigsten Verfahren der Trinkwasseraufbereitung zählen
• die Filtration,
• die Oxidation (z. B. Enteisenung, Entmanganung) ,
• die Entsäuerung,
• die zentrale Enthärtung,
• die Sedimentation,
• die Entkeimung und Sterilisation.
Infolge des hohen Chemikalienverbrauchs in der Landwirtschaft, der Altlasten und der anhaltenden Gewässerverschmutzung wird es in Deutschland zunehmend problematischer, ausreichend Wasser in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen.
Hauptziel der Projektarbeiten zu diesem Thema ist es, die hygienische Sicherheit von Trinkwasser zu optimieren und gleichzeitig die aus Aufbereitungsverfahren resultierenden Umweltbelastungen zu minimieren.
Dadurch können die Kosten für die Trinkwasserbereitstellung vermindert, Eingriffe in die Umwelt vermieden und die Weiternutzung vorhandener Dargebote gewährleistet werden.



