Trinkwasser

UV-Desinfektionsanlage vernichtet Keime im Wasser
© Siemens AG

Deutschland unterstützt die Vereinten Nationen dabei, Menschen weltweit mit Trinkwasser zu versorgen und dafür geeignete sanitäre Grundvoraussetzungen zu schaffen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen sollen Armut und Krankheiten bekämpft, soziale Unruhen verhindert und Flüchtlingsströmen vorbeugt werden.
Als Trinkwasser bezeichnet man Wasser, das zum Trinken, Kochen und Waschen geeignet ist. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an seine Qualität. Rohwasser weißt bei der Gewinnung nur selten die benötigte Beschaffenheit auf. Insbesondere Aussehen, Farbe, Trübstoffe, Geruch, Geschmack, Bakterien, Viren, Keime, aggressive Kohlensäure, Sauerstoffmangel, Eisengehalt, Mangangehalt, Härte des Wassers und grenzwertüberschreitende Konzentrationen gesundheitlich relevanter Substanzen machen eine Aufbereitung erforderlich.


Hierzulande dient regional Quellwasser, Grundwasser, Talsperrenwasser und Oberflächenwasser als Rohwasser. In zentralen Wasserwerken wird es mit verschiedenen Verfahren aufbereitet, bevor es über Rohrleitungen transportiert die einzelnen Haushalte und Betriebe erreicht. Nur vereinzelt wird Trinkwasser aus sog. Hausbrunnen gewonnen.
Zu den wichtigsten Verfahren der Trinkwasseraufbereitung zählen
• die Filtration,
• die Oxidation (z. B. Enteisenung, Entmanganung) ,
• die Entsäuerung,
• die zentrale Enthärtung,
• die Sedimentation,
• die Entkeimung und Sterilisation.
Infolge des hohen Chemikalienverbrauchs in der Landwirtschaft, der Altlasten und der anhaltenden Gewässerverschmutzung wird es in Deutschland zunehmend problematischer, ausreichend Wasser in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen.
Hauptziel der Projektarbeiten zu diesem Thema ist es, die hygienische Sicherheit von Trinkwasser zu optimieren und gleichzeitig die aus Aufbereitungsverfahren resultierenden Umweltbelastungen zu minimieren.


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Im Rahmen der Trinkwasseraufbereitung aus sauerstoffarmem Grundwasser wurden in halbtechnischen Versuchen biologische Umsetzungsprozesse bei der Enteisenung, Nitrifikation und Entmanganung an Schnellfiltern untersucht. Der biologisch abbaubare Kohlenstoffanteil reduzierte sich hierbei um 30%. Die Nassfiltration war der Trockenfiltration deutlich überlegen. mehr…>
Schlagwörter:  Abbau, Grundwasser, Filtration, Kohlenstoff Alle Schlagwörter , Ozonung, Toxische Substanz, Trinkwasseraufbereitung, Adsorption, Nitrifikation, Desinfektion, Enteisenung, Entmanganung, Nebenprodukt, Abfallvermeidung, Rohwasser, Versuchsanlage, Wasserinhaltsstoff
Ziel war es, eine preisgünstige Kleinanlage für die Enteisenung mit interner Elektroenergiegewinnung zur Automatisierung der Filterrückspülung zu entwickeln.
Dadurch können die Kosten für die Trinkwasserbereitstellung vermindert, Eingriffe in die Umwelt vermieden und die Weiternutzung vorhandener Dargebote gewährleistet werden.
Wasseraufbereitung mit dem neuen Verfahren
© DBU
Die weiterentwickelte Anlage „DESINFEKTOR pro“ aktiviert bei minimalem Energieeinsatz einfache Kochsalzlösung zu einem Desinfektionsmittel, mit dem verseuchtes und mikrobiell belastetes Wasser ohne chemische/biologische Entgiftungszusätze trinkbar gemacht wird.
Schlagwörter:  Trinkwasseraufbereitung, Trinkwasseraufbereitungsanlage, Wasseraufbereitung, Hochwasserschutz
Das entwickelte Diagnose-System zur elektrischen Detektion von Infektionserregern in Trink-, Reinst- und Prozesswasser mithilfe eines CMOS-Chips ist wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Diagnose-Systeme. Das dabei verwendete elektrochemische Detektionsverfahren EDDA (electrically detected displacement assay) wurde zu einem homogenen Assay ausgebaut. mehr…>
Schlagwörter:  Wasseruntersuchung, Brauchwasser, Krankheitserreger, Analysenverfahren Alle Schlagwörter , Elektrochemie
Die in diesem Teilprojekt entwickelte Sensorplattform basiert auf elektrochemischer Detektion, integrierter CMOS-Schaltung und mikrofluidischer Packagelösungen. Sie dient zur Detektion von Keimen und Xenobiotika unter anderem in Trink-, Reinst-, und Prozesswasser. mehr…>
Schlagwörter:  Wasseruntersuchung, Brauchwasser, Analysenverfahren, Xenobiotika Alle Schlagwörter , Keime, Mikroorganismen, Sensor
Zur Abtrennung von Arsen aus Trinkwasser wurden in einer Pilotanlage vier Verfahren unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten verglichen. Dabei erwies sich die Adsorption an granuliertem Eisenhydroxid als effektive, sehr sichere, wartungsarme und kostengünstige Alternative für kleine und mittlere Wasserversorger. mehr…>
Das entwickelte Eisenhydroxid ist Aktivtonerde als Adsorptionsmittel für Arsenat(V) überlegen. Für das schwer entfernbare Arsenat(III) wurde mit Mangandioxid ein festes Oxidationsmittel gefunden, das in Festbettfiltern einsetzbar ist und eine Alternative zur Dosierung von Oxidationsmitteln wie Ozon oder Permanganat darstellt. mehr…>
Im Projekt wird eine modulare Anlagen zur Meerwasserentsalzung und errichtet und in Betrieb genommen. Die membrantechnischen und thermischen Anlagenteile eignen sich zu Forschungs-, Demonstrations- und Bildungszwecken. In einem Langzeitversuch untersuchen die Forscher im Projekt die Auswirkungen von dauerhaftem Meerwasserkontakt auf ausgewählte Kunststoffe. mehr…>
Schlagwörter:  Versuchsanlage, Entsalzung, Membranverfahren, Verdampfung Alle Schlagwörter , Umkehrosmose
In dem Projekt untersuchen die Beteiligten die ökologischen Auswirkungen von Talsperren auf die sich anschließenden Oberflächengewässer; obwohl die Wasserqualität der untersuchten Standorte hoch ist, werden der Sauerstoffgehalt sowie Lebewesen in der Bodenzone durch das veränderte Abflussregime beeinflusst. mehr…>
Schlagwörter:  Abflussregime, Talsperre, Benthos, Makrozoobenthos Alle Schlagwörter , Gewässergüte, EG-Wasserrahmenrichtlinie
Die entwickelte Methode ermöglicht es mithilfe der Fourier transformierten Infrarot (FTIR) Spektroskopie unter anderem, das Verhältnis Protein:Lipid:Kohlenhydrat in einzelnen Phytoplanktontaxa quantitativ zu messen. Dadurch kann das Wachstum von Algenkulturen durch Nährstofflimitierung optimiert sowie das Screening nach Algen mit besonders hohen Lipidgehalten und somit die Gewässergütebewertung unterstützt werden. mehr…>
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