Windenergie

Seit Beginn der 90er Jahre erlebt Deutschland einen Boom im Bereich der Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung. Der Stromertrag aus Windenergie hat sich in den letzten fünf Jahren (1997 - 2002) fast verachtfacht und stellt jetzt ca. 3 % des Strombedarfs.
Zu verdanken ist dies zum einen engagierten Fachleuten, die in Pilotprojekten die erfolgreiche Nutzung der Windenergie unter Beweis stellten, aber auch den staatlichen Förderprogrammen. Besondere Bedeutung hat dabei das im Januar 1991 in Kraft getretene Stromeinspeisungsgesetz, welches eine Abnahmepflicht seitens der Energieversorgungsunternehmen und Vergütung des aus regenerativen Technologien gewonnenen Stromes vorschreibt. Es wurde im Jahr 2000 durch das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) abgelöst.
Diese Rahmenbedingungen verbunden mit technischen Weiterentwicklungen der Windenergieanlagen sowie kontinuierlich steigende Anlagengrößen, führten dazu, dass sich in Deutschland die Herstellung von Windkraftanlagen zu einem eigenständigen Industriezweig entwickelt hat.
Da in Deutschland die Standorte für Windenergieanlagen knapp werden, liegt der Fokus der zukünftigen Entwicklung zum einen auf den Ersatz kleiner durch größere Anlagen, die das Potenzial der vorhandenen Standorte besser ausnutzen können, zum anderen in der Entwicklung von Offshore-Windenergieanlagen. Mit den Offshore-Windparks soll langfristig der Anteil des Windstromes an der Deckung des Gesamtstrombedarfs in Deutschland auf 25 % steigen.




