Oberflächentechnik allgemein

Energie- und Stoffflussanalyse bei der Beschichtung von Holzwerkstoffen

Die Analyse der Energie- und Stoffströme zeigte, dass durch die technische Optimierung bei der Pulverbeschichtung und die verbesserte Nutzung der Energie aus den Abfällen die Energieeffizienz bei der Beschichtung von Holzwerkstoffen erheblich verbessert werden kann. 

 

Zusammenfassung

Die Sauter GmbH ist ein Hersteller von Zulieferprodukten für die Möbel-, Büromöbelindustrie und Unterhaltungselektronik.

Die Produktionsprozesse umfassen: Maschinelle Bearbeitung von Span- und MDF-Platten, Beschichtung mit Folien, Pulverbeschichtung von Teilen aus MDF, insbesondere Arbeitsplatten von Bürotischen.

 

Die Vorhabensziele waren:

  • Transparenz bezüglich der betriebliche Energie- und Stoffströme, insbesondere im Bereich der Pulverbeschichtungsanlage.
  • Transparenz bezüglich der Energie- und Abfallkosten.
  • Aufzeigen von betrieblichen Optimierungsmöglichkeiten unter Anwendung produktionsintegrierter Maßnahmen.
  • Prüfung der Umstellung der Energieart mit dem Ziel der Steigerung der Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte.
  • Untersuchung der Möglichkeit der Abfallverwertung
  • Prüfung des Einsatzes neuer Technologien
  • Beibehaltung der ökologischen Vorteile der Pulverbeschichtungstechnologie (keine VOC-Emissionen).

Im Vordergrund der Untersuchungen standen neben der Abfallverwertung die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Untersuchung der Möglichkeiten zur Nutzung alternativer Energieträger.

Auf der Grundlage eines Prozessfließbildes und einer detaillierten Energie- und Stoffstrombilanz konnten verschiedene Szenarien dargestellt und Optimierungspotenziale herausgearbeitet werden.

 

Ergebnisse: Abfallverwertung

  • Durch die Umstellung des bisherigen Entsorgungsweges der Holzabfälle können bis zu 8.000,- EUR/a eingespart werden. Hierzu sind die Holzabfälle möglichst sortenrein zu erfassen und können dann in einer geeigneten Verbrennungsanlage zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme genutzt werden. Bei der Nutzung zur Selbstversorgung des Betriebes, z.B. mit einer Sterling-Maschine sind noch größere Einsparpotenziale realisierbar.

 

Ergebnisse: Optimierung der Pulverbeschichtung

  • Durch eine Optimierung der Luftströme in der Pulverbeschichtungsanlage lassen sich für den UV Betrieb bis zu 30% Energiekosten (bis zu 20.000,-EUR/a) einsparen.
  • Durch eine Umstellung der Trocknungstechnologie von IR Strom auf IR Gas lassen sich bis zu 70% der Energiekosten (bis zu 30.000,- EUR/a) einsparen.
  • Die Amortisationszeit der Optimierungsmaßnahmen hängt wesentlich von der Anlagenauslastung ab.

Weitere Projektdaten

Projektzeitraum: 2005 - 2005

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

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Quelle: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg