Papier & Zellstoff

Ausrüstung von Kartonagen mit natürlichen Wirkstoffen

Es wurden technologische Möglichkeiten zur Ein- und Aufbringung von antimikrobiellen Wirkstoffen in Kartonagen aufgezeigt. Besonders für technische Produkte und den Export in Länder mit starken klimatischen Beanspruchungen besteht ein Interesse an derartigen Verpackungen. Auch auf dem europäischen Markt sind diese zusätzlichen hygienischen Eigenschaften von Vorteil.

 

Zusammenfassung

Ein Forschungsverbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wirkstoffe auf natürlicher Basis zu finden, die technische Produkte sowie Kosmetikartikel, Pharmazieprodukte, Lebensmittel u.ä. über die Verpackungen vor erhöhter Keimbelastung schützen, aber keinen Sondermüll produzieren und aus kompostierbaren Komponenten bestehen.

Ziel dieses Teilprojektes war es, verschiedene technologische Varianten zur Ausrüstung von Verpackungen aus Karton und Pappe mit natürlichen Wirkstoffen durch Herstellung von Musterserien zu erproben und geeignete, umsetzungsfähige Lösungen zu erarbeiten.

Ergebnisse:

  • Die Bindung der Wirkstoffe im Leim von Verpackungen wird als sehr gut bewertet und die Einbringung ist ohne den Einsatz von Lösemitteln und ohne technische Probleme durchführbar. Die Klebefähigkeit der Leime/Klebstoffe wurde durch den Zusatz der hochwirksamen Stoffe nicht beeinträchtigt.
  • Ein vollflächiger Schutz und die Ausstattung veredelter, nicht geleimter Verpackungen ist durch die Anwendung im Lack realisierbar. Um eine optimale antimikrobielle Wirkung zu erzielen, sollte in den Lackbehälter noch eine Rührvorrichtung integriert werden.
  • Weitere und zusätzliche Möglichkeiten, die besonders im Bereich der Um- und Transportverpackungen in Frage kommen, bestehen in der Ausrüstung und Einbringung von wirkstoffhaltigen Einlagen, Polsterelementen u. ä. oder der separaten Beigabe wirkstoffhaltiger Träger.

 

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Aktive Verpackung mit antimikrobiellen Eigenschaften: Ausrüstung von Kartonagen (TV 5)

Projektnummer: 0330315

Projektzeitraum: 01.08.2002 - 31.01.2005

Projektort: Deutschland (Sachsen)

Projektansprechpartner:

Herr Kahle

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)