Deponierung

Fernerkundung von Deponie- und Altlastenstandorten in Thailand

Inhalt des Projektes sind die Bewertung und Erkundung von Deponien und Altlasten bzw. Altlastenverdachtsflächen mittels Fernerkundungsmethoden in Thailand. Die durchgeführte Methodenanpassung an die dort vorherrschenden landschaftlichen Bedingungen verbessert die Einschätzung umweltangepasster Abfallablagerung sowohl dort als auch in Europa. Außerdem führt diese Anpassung zur Optimierung und Kostensenkung der nachfolgenden Umweltschutzmaßnahmen.

 

Zusammenfassung

Die schnelle Entwicklung der Länder Südostasiens bedingt die dort steigenden Umwelt- und Ressourcenbeanspruchungen. Dazu zählen auch Deponien. Diese unverzichtbaren Infrastruktureinrichtungen müssen an geeigneten Standorten angelegt werden, wobei gezeigt werden muss, dass der Untergrund einer Deponie eine optimale geologische Barriere zur weitgehenden Vermeidung der Schadstoffausbreitung darstellt. Ist dies nicht der Fall, so entstehen Altlasten, die wiederum das Grundwasser verunreinigen.

Das Projekt sollte daher die in einem vorangegangenen Verbundvorhaben erarbeiteten Technologien zur Erkundung des Untergrundes von Deponien und Altablagerungen an thailändische Rahmenbedingungen anpassen und durch einen Technologietransfer zu einer nachhaltigen Sicherung sauberen Grund- und Oberflächenwassers beitragen. Die Aufgaben beinhalten die Darstellung des breiten Spektrums an möglichen Verfahren, Technologien und Anwendungen zur Untersuchung von Deponien und Altablagerungen, wobei auf Erfahrungen aus unterschiedlichen Klima- und Vegetationsgebieten zurückgegriffen wird.

Die Untersuchungsgebiete waren Mae Hia und Nong Harn.

 

Ergebnisse:

  • Deutsche Methoden und Verfahren zur Erkundung von Deponiestandorten konnten an die veränderten Bedingungen Thailands angepasst werden.
  • Es ist möglich, die topographischen, landschaftlichen und geologischen Verhältnisse schnell, zeitgleich und flächenhaft zu erfassen.
  • Die Fernerkundung leistete eine qualitative Verbesserung der Gesamtaussage und ermöglicht ein optimiertes, räumlich gezielteres Vorgehen der bodengebundenen Untersuchungen in Thailand.
  • Der Erkenntnisgewinn kann – übertragen auf Deutschland – Geoinformationssysteme und Fernerkundungsprodukte bzw. -technologien verbessern.
  • Der durch die multitemporale Luftbildanalyse nachgewiesene Sickerwasseraustritt mitten in der Trockenzeit belegt die hohe Speicherfähigkeit des nur locker gelagerten Mülls am Südrand der Deponie Mae Hia.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Hansa Luftbild Consulting International GmbH

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Verbundprojekt: Handlungsempfehlungen zur Erkundung des Untergrundes von Deponie- und Altablagerungsstandorten in Thailand - Teilvorhaben 6: Geofernerkundung

Projektnummer: 0281247

Projektzeitraum: 2000 - 2004

Projektort: Deutschland (Nordrhein-Westfalen), Thailand

Projektansprechpartner:

Herr Schmidt

 

Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)