Membrantechnologie

Weiterentwicklung und Validierung eines Verfahrens zur direkten Aufbereitung von Flusswasser mittels Ultrafiltration

Die im Labor- und Pilotmaßstab durchgeführten Untersuchungen belegten die Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Verfahrenskombination Flockung/Ultrafiltration für die Trinkwasseraufbereitung. In der Regel waren gegenüber der konventionellen Flockungsfiltration wesentlich niedrigere Flockungsmitteldosierungen erforderlich. 

 

Zusammenfassung

Eine direkte Aufbereitung eines Wassers aus der fließenden Welle mit der Ultrafiltration ist bisher nicht realisiert worden, da sich Wasserinhaltsstoffe, wie z.B. Huminstoffe, in erheblichem Maße auf der Membran ablagern und durch eine Rückspülung nicht sehr weitgehend entfernt werden können. Dies führt zu einer schnellen Verringerung des Permeatflusses, so dass das Verfahren nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann.

Es gibt Hinweise darauf, dass nach Zugabe eines Flockungsmittels störende Wasserinhaltsstoffe zum Teil in die Flocken eingebunden werden können. Vermutlich können sich dadurch Wasserinhaltsstoffe nicht mehr adsorptiv auf der Membranoberfläche anlagern und werden bei einer Rückspülung weitgehend mit den Flocken von der Membranoberfläche entfernt.

Ziel ist es, durch Zugabe von Flockungsmitteln den Betrieb einer Ultrafiltrationsanlage zu stabilisieren. Weiter ist zu beachten, dass Änderungen der Wasserqualität bei einem Fließgewässer nach Regenfällen sehr schnell erfolgen und ebenso sehr weitgehend sein können. Um hier einen optimalen Einsatz des Flockungsmittels zu erreichen, müssen die betriebsrelevanten Einflußgrößen ermittelt werden, die zu einer Verminderung des Membranfoulings führen.

Die Untersuchungen wurden sowohl im Labormaßstab als auch im Pilotmaßstab einer Wassergewinnungsanlage durchgeführt.

 

Ergebnisse:

  • Die prinzipielle Eignung der Kombination Flockung/Ultrafiltration konnte nachgewiesen werden. Die erreichte Wasserqualität nach Aufbereitung durch die konventionelle Anlage mit Flockungsfiltration konnte ebenso durch eine Aufbereitung mittels Flockung / Ultrafiltration erreicht und insbesondere im Hinblick auf die mikrobiologischen Parameter verbessert werden.
  • Dies geschah in der Regel mit wesentlich niedrigeren Flockungsmitteldosiermengen als in der konventionellen Flockungsfiltration der Wassergewinnungsanlage.
  • Die Ergebnisse zeigen die Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei Einsatz in der Trinkwasseraufbereitung.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

HEW HofEnergie+Wasser GmbH

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Weiterentwicklung und Validierung eines Verfahrens zur direkten Aufbereitung von Flusswasser mittels Ultrafiltration

Projektnummer: 02WT0021

Projektzeitraum: 2000 - 2002

Projektort: Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)