Membrantechnologie

Untersuchung zum internationalen Stand und der Entwicklung alternativer Wassersysteme

Als anwendungsreife Alternativen zur zentralen Wasserver- und -entsorgung gelten: die Regenwassernutzung, naturnahe oder kompakte Kleinkläranlagen sowie Wasserkreislaufsysteme. Charakteristisch ist, dass bei den alternativen Systemen eine dezentrale oder semizentrale Struktur angestrebt wird, bis hin zu autonomen Lösungen für einzelne Gebäude.

 

Zusammenfassung

Der technische Fortschritt hat Alternativen zur zentralen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung zur Praxisreife geführt. Bei diesen alternativen Systemen wird eine dezentrale oder semizentrale Struktur angestrebt, bis hin zu autonomen Lösungen für einzelne Gebäude.

Die am häufigsten verfolgten Konzepte sind 

 

in dicht besiedelten Gebieten:

  • Trinkwasserversorgung aus Flaschen, die öffentlichen Systeme dienen nur noch der Brauchwasserversorgung;
  • zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wird durch Abwasserrecycling ergänzt, z.B. mittels Membrantechnik;

 

in Gebieten mit mittlerer Siedlungsdichte:

  • Trinkwasserversorgung aus Zapfstellen, kombiniert mit Latrinen. Das Grauwasser fließt ungeklärt über ungedichtete Grabensysteme ab;
  • geringere Wasserverbräuche und Abwasserproduktion, z.B. durch Trenntoiletten;
  • dezentrale Regenwassernutzung und Grauwasserrecycling, kombiniert mit zentraler Wasserversorgung;

 

in dünn besiedelten Gebieten:

  • Einzelanlagen
  • kombinierte Versorgungssysteme, z.B.
    • Abwasserentsorgung mit Grauwassernutzung,
    • Abwasser- mit Abfallentsorgung,
    • Wasser- und Energieversorgung, z.B. bei der  Meerwasserentsalzung,
    • Abwasserentsorgung mit Energieversorgung, z.B. Biogasnutzung.

 

Fazit:

 

Während für Australien, Deutschland, Japan und Kanada eher High-Tech-Ansätze diskutiert werden, entstehen in den Entwicklungsländern und im ländlichen Bereich eher Low-Tech-Lösungen. Für die Zukunft ist entscheidend, dass diese Systeme und Technologien ihre Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit demonstrierten können.

 

In der Projekt-Dokumentation werden die einzelnen Wassersysteme beschrieben und ihre Anwendung anhand konkreter Beispiele aus verschiedenen Ländern vorgestellt.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Forschungszentrum Karlsruhe - Wassertechnologie und Entsorgung

Kooperationspartner

Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke gGmbH

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Untersuchung zum internationalen Stand und der Entwicklung alternativer Wassersysteme

Projektnummer: 02WA0074

Projektzeitraum: 2000 - 2001

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr. Dr. Rudolph

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)