Membrantechnologie

Untersuchungen zum Einsatz von Nanofiltrationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung zur Nickelelimination aus Grundwässern

Es wurde nachgewiesen, dass mit handelsüblichen Membranen zur Nanofiltration eine gute Abtrennung von Nickel aus belastetem Grundwasser erreicht werden kann. Der ermittelte Rückhalt von über 90 % ist ausreichend, um die Forderungen der Europäischen Trinkwasserrichtlinie problemlos zu erfüllen.

 

Zusammenfassung

Nickel liegt im Grundwasser in der Regel in geringer Konzentration vor, typischerweise unter 0,01 mg/l. In Einzelfällen können jedoch höhere Konzentrationen auftreten. Ursachen hierfür sind natürliche Bodengegebenheiten sowie Schadstoffeinträge durch Landwirtschaft, Verkehr und Industrie.

 

Da Nickel ein bekanntes Allergen ist, sind für Trinkwasser strenge Grenzwerte einzuhalten. Die herkömmlichen Aufbereitungsverfahren sind jedoch für die Nickelentfernung nur eingeschränkt geeignet und darüber hinaus mit relativ hohen Investitions- und Betriebskosten verbunden.

 

Im Rahmen dieses Projekts sollte festgestellt werden, ob mit dem Verfahren der Nanofiltration eine effektive, wirtschaftliche und umweltgerechte Entfernung von Nickel aus Grundwässern möglich ist. Dazu wurden Membranen verschiedener Hersteller im Labor und im halbtechnischen Maßstab in einem Grundwasserwerk auf den Rückhalt von Nickel und Mangan untersucht. 

 

Ergebnisse:

  • Bei allen Versuchen wurden sehr gute Filtrationsergebnisse erzielt.
  • Von den untersuchten Inhaltsstoffen wurde Nickel am besten zurückgehalten, der Rückhalt lag zwischen 92 % und 95 %. Bei Mangan wurden Werte zwischen 81 % und 92 % erreicht.
  • Außerdem konnte gezeigt werden, dass hier Laborversuche zur Planung halbtechnischer Versuche gut geeignet sind, da die Ergebnisse weitgehend übereinstimmten.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Untersuchungen zum Einsatz von Nanofiltrationsverfahren in der Trinkwasseraufbereitung zur Nickelelimination aus Grundwässern

Projektnummer: 02WT9821/1

Projektzeitraum: 1998 - 2000

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr.-Ing. Rott

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++ 49/711/685-3711

++ 49/711/685-3729

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)