Grundwassersanierung

Leitfaden für nachhaltiges Flächenrecycling von Industrie-Brachen in der Russischen Föderation am Beispiel von St. Petersburg

Deutsche und russische Experten und Behördenvertreter erarbeiteten gemeinsam Empfehlungen für eine nachhaltige Sanierung von Industriebrachen in der Stadt St. Petersburg. Die empfohlenen Maßnahmen basieren auf den in der Europäischen Union und Deutschland vorhandenen Rahmenbedingungen und gemachten Erfahrungen und berücksichtigen zugleich die in Russland und St. Petersburg gegebene Situation.

 

Zusammenfassung

Ausgangssituation

 

Die in der Russischen Föderation vorhandenen gesetzlichen, methodischen, organisatorischen und technologischen Rahmenbedingungen bildeten keine adäquate Grundlage für ein nachhaltiges Flächenrecycling bzw. für eine sachgerechte Umwidmung bzw. Sanierung von Industriebrachen unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung - insbesondere im innerstädtischen Bereich.

 

In der Europäischen Union, darunter auch in Deutschland, sind hingegen zahlreiche Erfahrungen hinsichtlich Sanierung und Umwidmung von Industriebrachen unter der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien vorhanden.

 

Ziele des deutsch-russischen Kooperationsvorhabens waren

  • die Präsentation dieser Erfahrungen und entsprechenden Rahmenbedingungen,
  • eine Überprüfung ihrer Anwendbarkeit unter Berücksichtigung der Besonderheiten der wirtschaftlichen, umweltpolitischen und legislativen Situation in der Russischen Föderation, sowie
  • die Erarbeitung von entsprechenden Empfehlungen für ein nachhaltiges Flächenrecycling in Russland am Beispiel von St. Petersburg.

 

Methoden und Ergebnisse

 

Wesentliche Komponenten des Kooperationsvorhabens waren

  • eine detaillierte Analyse der vorhandenen Rahmenbedingungen und der derzeitigen Praxis des Flächenrecyclings in St. Petersburg, sowie
  • einer Überprüfung der Anwendbarkeit der in der EU und speziell in Deutschland vorhandenen Rahmenbedingungen und praktischen Erfahrungen.

 

Dazu gehörten

  • Workshops,
  • eine Informationsreise russischer Experten und Behördenvertreter nach Deutschland,
  • die Teilnahme an Workshops des RESCUE-Projektes,
  • eine Fallstudie an Modellobjekten in St. Petersburg zur Anwendung, bzw. Übertragbarkeit der RESCUE-Ergebnisse auf die städtischen Gegebenheiten
  • die Übersetzung relevanter Dokumente ins Russische (z.B. die Arbeitshilfe „Sanierungsuntersuchung“ des Ingenieurtechnischen Verbandes Altlasten e.V. (ITVA) und die Mitteilung der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 20 „Anforderungen an die stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen“).

Auf dieser Grundlage entstanden:

  • „Methodische Empfehlungen zur Bewertung des ökologischen Zustandes von Industriebrachen in St. Petersburg und Erarbeitung eines Sanierungsplanes“. Diese Empfehlungen dienen der ökologischen und hygienischen Bewertung von Grundstücken. Fragen, die mit städtebaulichen, technischen und juristischen Problemen der Umwidmung und Rehabilitierung von Industriebrachen verbunden sind, sind nicht Gegenstand der Empfehlungen.
  •  „Handbuch für nachhaltiges Flächenrecycling für die Stadt St. Petersburg“ auf der Basis des Abschlussdokumentes des im Rahmen des FP5 der EU realisierten RESCUE – Projektes „Best Practice Guidance for Sustainable Brownfield Regeneration“. Bei der Ausarbeitung des Handbuches wurde den Themenkomplexen Projektmanagement, Sanierungsuntersuchung/-plan und Umweltschutz besondere Bedeutung beigemessen.

 

Auf Grundlage der abgeschlossenen Arbeiten wurde ein deutsch-russisches Nachfolge-Projekt zur gemeinsamen Erstellung eines beispielhaften Sanierungsplanes für eine ausgewählte innerstädtische Industriebrache („Neu Holland“) in St. Petersburg entwickelt.

 

Quelle: Abschlussbericht

Projektbeteiligte

Kooperationspartner

Russisches Geoökologisches Zentrum St. Petersburg

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Erarbeitung eines Leitfadens für nachhaltiges Flächenrecycling von Industrie-Brachen in der Russischen Föderation am Beispiel von St. Petersburg

Projektnummer: 000984

Aktenzeichen: FKZ: 38001075

Projektzeitraum: 2003 - 2005

Projektort: Deutschland , Russische Föderation

Projektansprechpartner:

Projektservicestelle des Beratungshilfeprogramms

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Publikation ansehen

Publikation ansehen

Publikation ansehen

Quelle: Fachbibliothek Umwelt des Umweltbundesamtes