Geothermie

Anlage zur regenerativen Energiegewinnung auf der Basis von Erdwärme

Die GeoTherm Speyer 1 GmbH & Co. KG errichtet nun eine Anlage zur regenerativen Energiegewinnung auf der Basis von Erdwärme, mit der erstmals die geothermische Stromerzeugung mit gleichzeitiger Wärmenutzung realisiert werden soll. Die im Tiefenwasser enthaltene Energie wird verstromt. Die nach der Verstromung verbleibende Restwärme wird sowohl zur Fernwärmeversorgung als auch in weiteren Technologiebereichen genutzt. Durch die Vernetzung mehrerer Bohrungen zu einem Geothermiefeld kann - ebenfalls erstmalig - auf die bisher übliche konventionelle Redundanzanlage verzichtet werden. Der Ausfall oder Leistungsabfall einer Förderbohrung kann durch andere aufgefangen werden. 

 

Zusammenfassung

Bislang wird in Deutschland Erdwärme lediglich zur Wärmeversorgung eingesetzt. Dazu sind alle in Betrieb befindlichen Anlagen zusätzlich mit fossil zu befeuernden Anlagenteilen ausgerüstet, die einerseits der Absicherung der Spitzenlast dienen und andererseits bei Ausfall des geothermischen Anlagenteils der Heizzentrale die sichere Versorgung der Verbraucher mit Wärme gewährleisten.

Voraussetzung für die Gewinnung von Energie aus Erdwärme sind eine ausreichend hohe Gesteinstemperatur in relativ geringer Tiefe sowie gut permeable wasserführende Gesteine. Die Entscheidung fiel daher auf die Region des nördlichen Oberrheingrabens in und um die Stadt Speyer in Rheinland-Pfalz. Aus Bohrungen der Erdöl- und Erdgasindustrie liegen Messergebnisse zu diesem Standort vor, die Temperaturen zwischen 150° und 160° in ca. 2.300 - 2.400 m Tiefe ergaben. Die vorliegenden Ergebnisse lassen wasserführende geologische Störungszonen erwarten, die zur Gewinnung von elektrischer und thermischer Energie aus Erdwärme geeignet sind.

Es ist beabsichtigt, die erzeugte Elektronenergie zu einem großen Teil in das Energienetz der Stadtwerke Speyer einzuspeisen. Die nach der Verstromung verbleibende Restwärme dient der Fernwärmeversorgung der Stadt Speyer.

Durch die Nutzung von Erdwärme steht eine tageszeitlich, saisonal und vom Klima unabhängige, regenerative Energiequelle zur Verfügung. Nach erfolgreicher großtechnischer Erprobung ist das Verfahren auf andere Geothermiequellen übertragbar. So wird eine beträchtliche Reduzierung von CO2-Emissionen ermöglicht.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

FirstGeoTherm GmbH

Weitere Projektdaten

Projektort: Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Projektansprechpartner:

Frau Fischer

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+49 (340) 2103 3067

+49 (340) 2104 3067

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Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)